Erste Mahnung … Zweite Mahnung …… Dritte Mahnung?

MSie haben als Privatperson, Unternehmer oder auch Arzt eine Forderung gegen einen Schuldner? Das Problem ausbleibender Zahlungen findet sich in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens wieder; so bleibt z.B. schon mal die Miete aus oder eine Handwerkerrechnung wurde nicht beglichen.

Der Schaden, der durch unterbliebene Zahlungen eines Schuldners entstehen kann, ist dabei mitunter erheblich. Er kann so beträchtlich sein, dass man im Falle des Ausfalls der Forderung selbst in finanzielle Schwierigkeiten gerät oder gar die Insolvenz des eigenen Unternehmens droht.

Diese Gefahr kann und sollte durch ein konsequentes Forderungsmanagement vermieden werden. Sofern der Zeitpunkt der Fälligkeit der Forderung nicht bereits gesetzlich oder vertraglich - wie beispielweise bei der Wohnraummiete – geregelt ist, lautet unsere Empfehlung, in jedem Falle das Zahlungsziel eindeutig zu bestimmen und schriftlich – zumeist auf einer Rechnung – auszuweisen.

Wird der so vorgegebene Termin vom Schuldner nicht eingehalten, ist natürlich jeder Gläubiger darin frei, ob und ggf. wieviel Mahnungen er aussprechen will. Nach unserer Erfahrung sollte allerdings eine Mahnung (möglichst durch Zustellung per Einschreiben und ggf. unter Beifügung einer Rechnungskopie) mit kurzer Zahlungsfrist genügen, um auf die Dringlichkeit Ihres Anliegens hinzuweisen. Weitere Mahnungen lassen allein aufgrund des damit verbundenen Zeitablaufs regelmäßig nur das Risiko eines Forderungsausfalls ansteigen.

Was ist zu tun, wenn Ihre Mahnung erfolglos war? Es empfiehlt sich der Gang zum Rechtsanwalt. Danach beginnt unsere Tätigkeit regelmäßig mit einem außer-gerichtlichen Schreiben, das bereits vielfach zum Erfolg führt. Schon hier gilt es zu beachten, dass der Schuldner aufgrund seines sog. Verzuges regelmäßig auch unsere anwaltlichen Gebühren zu erstatten hat. Diese werden daher von uns bereits zusammen mit Ihrer eigentlichen Forderung geltend gemacht. Sollte der Schuldner auf unser Schreiben nicht reagieren und auch trotz erfolgreicher gerichtlicher Titulierung nicht zahlen, verbleiben Zwangsvollstreckungsmaßnahmen. Dabei bewähren sich nach wir vor Pfändungen bei sog. Drittschuldnern, insbesondere Banken und Arbeitgebern im Rahmen von Konten- bzw. Gehaltspfändungen, als wirksames Mittel zur Realisierung Ihrer Forderungen.  

Sollte es sich bei der offenen Forderung um Mietzinsen handeln, so stellt sich neben der Realisierung der Zahlung oftmals auch die Frage, ob nicht dem Mieter auch aus diesem Grunde gekündigt werden kann/soll. In der Tat ist sogar eine fristlose Kündigung bereits dann möglich, wenn der Zahlungsrückstand einschließlich der laufenden Betriebskosten für zwei aufeinander folgende Termine eine Monatsmiete übersteigt. Schon im entsprechenden Kündigungsschreiben ist sodann darauf zu achten, dass der sog. wichtige Grund des Zahlungsverzugs unter Angabe der Zahlungsrückstände korrekt und nachvollziehbar aufgeführt wird. Neben dem Forderungseinzug stehen wir Ihnen natürlich auch für die Kündigung und eine eventuell erforderlich werdende Räumung mit Rat und Tat zur Seite. 

 

Peter Abke, Rechtsanwalt

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